H wie HTTP

Hypertext Transfer Protocol, HTTP, ist ein Internetprotokoll, das gemeinsam mit den Technologien HTML und URL das Internet erst möglich gemacht hat. An der CERN wurde ab dem Jahr 1989 das HTTP-Protokoll von Tim Bernes-Lee, Roy Fielding und ihren Kollegen entwickelt und schon zwei Jahre später konnte man die erste Version veröffentlichen. Mit dem Protokoll werden in einem Netzwerk Daten übertragen und es spielt auch bei der Anzeige von Webseiten im Internet eine große Rolle.

So funktioniert die Kommunikation über HTTP

Über Anfragen und Antworten erfolgt die Kommunikation. Eine Anfrage wird von einem Client an einen Server gestellt, wenn der User beispielsweise eine URL aufruft. Der Server antwortet dann mit den gewünschten Inhalten oder zeigt eine Fehlermeldung und einen Statuscode an. Dabei besteht jede Nachricht aus einem Nachrichtenkopf und einem -körper. Bei einer serverseitigen Antwort enthält der Nachrichtenkörper die abgerufenen Informationen, also die Nutzdaten, während der Header den HTTP-Statuscode enthält.

Der Ablauf bei Webseitenaufrufen

Bis eine aufgerufene Webseite angezeigt wird, vergehen heute nur mehr Sekundenbruchteile und trotzdem sind komplexe, technische Vorgänge notwendig. Das DNS-Protokoll übersetzt die vom User eingegebene URL in eine IP-Adresse. Dann versendet das TCP-Protokoll eine HTTP-Anforderung an einen Server. Der Server antwortet mit einer Header-Information und dem Inhalt der angefragten Webseite. Die Inhalte sind meist in XHTML,HTML, JavaScript-Skripte, CSS-Stylesheets und andere Beschreibungssprachen verpackt. Sie sind notwendig, damit die Information vom Browser aufbereitet und grafisch dargestellt werden können. Mit der Hilfe von Programmiersprachen lassen sich die Inhalte bei einem Seitenaufruf auch automatisch generieren.

Die verschiedenen Statuscodes

Wenn ein Server antwortet, enthält seine Antwort auch einen HTTP-Statuscode. Dieser Code wird vor allem relevant, wenn ein Fehler beim Abruf auftritt. Statuscodes mit Nummern zwischen 100 und 199 signalisieren, dass die Bearbeitung noch läuft. So lässt sich ein Timeout vermeiden. Codes im Bereich von 200 bis 299 deuten auf eine erfolgreiche Bearbeitung hin und bei Codes zwischen 300 und 399 gibt es eine Umleitung. Der Client wird vom HTTP-Server darüber informiert, unter welcher URL die angefragten Inhalte jetzt zu finden sind. Im Bereich zwischen 400 und 499 und 500 bis 599 liegen clientseitige Fehler vor oder serverseitige.